Chrome ist der meistgenutzte Browser der Welt, was Google Zugriff auf eine beträchtliche Menge an Informationen darüber gibt, wie Menschen das Internet nutzen. Ein Teil dieser Datenerfassung findet sogar statt, wenn du nicht angemeldet bist.
Laut Google trägt ein Teil der Datenerfassung von Chrome dazu bei, Funktionen, Sicherheit und Suchvorschläge zu verbessern. Es können jedoch auch Informationen an Google zurückgesendet werden, die zu einem umfassenderen Bild deiner Surfgewohnheiten beitragen.
Wenn du damit nicht einverstanden bist, solltest du Chrome am besten endgültig hinter dir lassen. Hier sind die besten Browser für den Schutz der Privatsphäre, und wenn du US-Technologie komplett meiden möchtest, findest du hier die besten privaten europäischen Webbrowser.
Leider gibt es keine Möglichkeit, die Datenerfassung durch Google vollständig zu unterbinden, wenn du Chrome weiterhin nutzen möchtest. Du kannst den Schaden jedoch begrenzen.
Warum Chrome deine Aktivitäten verfolgt
Ein Webbrowser ist gewissermaßen deine Haustür zum Internet. Alles, was du online(neues Fenster) tust, führt durch sie hindurch. Wenn an dieser Tür zusätzlich Kameras und Sensoren erfassen, wer ein- und ausgeht, wird es viel einfacher, deine Gewohnheiten zu verstehen.
Chrome kann Informationen erfassen(neues Fenster), selbst wenn du nicht angemeldet bist. Der Browser kann auch Kennungen verwenden, die mit deinem Browser und Gerät verknüpft sind, während andere Einstellungen es ermöglichen, Informationen mit Google zu teilen, um Funktionen und Dienste zu verbessern.
Einige dieser Einstellungen werden leicht übersehen, da sie als Möglichkeiten dargestellt werden, Chrome zu verbessern. Der erweiterte Safe Browsing-Schutz kann beispielsweise im Rahmen seiner Sicherheitsfunktionen(neues Fenster) Informationen über von dir besuchte Websites an Google senden.
Das bedeutet nicht, dass jede datenschutzrelevante Funktion von Grund auf schlecht ist. Es bedeutet jedoch, dass du wissen solltest, worauf du dich einlässt, bevor du alles aktiviert lässt.
Chrome sendet deine Eingaben an Google
Eine der direkteren Formen des Datenaustauschs findet statt, während du etwas in die Adressleiste von Chrome eingibst. Wenn Suchvorschläge(neues Fenster) aktiviert sind, kann Chrome deine Eingaben an Google senden, noch bevor du eine Suchanfrage tatsächlich abschickst.
Das kann nützlich sein, wenn du schnellere Vorschläge wünschst, bedeutet aber auch, dass Google Suchanfragen erhalten kann, die du eigentlich gar nicht absenden wolltest.
Du kannst dies einschränken, indem du Folgendes aufrufst:
Einstellungen > Du und Google > Synchronisierung und Google-Dienste

Deaktiviere anschließend Suchvorschläge verbessern.

Dadurch wird verhindert, dass Chrome deine Eingaben an Google sendet, nur um Vorhersagen und Vorschläge zu generieren.
Es ist eine kleine Einstellung, aber sie betrifft eine besonders aufschlussreiche Art von Daten: Dinge, die du zwar eingetippt, aber letztlich nie gesucht hast.
Chrome erstellt ein Profil deiner Surfgewohnheiten
Chrome kann auch Informationen darüber an Google zurücksenden, wie du den Browser nutzt. In Kombination mit anderen Daten kann dies dazu beitragen, ein Bild deiner Interessen, der von dir verwendeten Geräte und sogar deines physischen Standorts zu erstellen.
So reduzierst du diese Datenerfassung:
Öffne Du und Google > Synchronisierung und Google-Dienste > deaktiviere Zur Verbesserung der Funktionen und Leistung von Chrome beitragen und Suchanfragen und das Surfen verbessern.

Du kannst auch unter Datenschutz und Sicherheit und anschließend Website-Einstellungen und Zusätzliche Berechtigungen die Hintergrundsynchronisierung deaktivieren.

Dadurch wird verhindert, dass Websites weiterhin Daten austauschen, nachdem du einen Tab geschlossen hast.
Wenn du diese Einstellungen überprüfst, wirf auch einen Blick auf deine Website-Berechtigungen. Entziehe Websites, die diese nicht zwingend benötigen, den Zugriff auf deinen Standort, deine Kamera oder dein Mikrofon.
So reduzierst du das Werbetracking in Chrome
Chrome enthält außerdem Werbefunktionen, die deine Surfaktivitäten nutzen, um dich bestimmten Werbeinteressengruppen zuzuordnen. Diese Einstellungen sind von den Grundfunktionen getrennt, die du zum Surfen im Web benötigst.
Drittanbieter-Cookies(neues Fenster) sind eine solche Quelle für kontinuierliches Tracking. Diese Cookies können von Unternehmen platziert werden, die nicht mit der von dir besuchten Website in Verbindung stehen, wie etwa Werbenetzwerke und Social-Media-Unternehmen. Da dieselben Unternehmen auf vielen verschiedenen Websites präsent sein können, können ihre Cookies dazu beitragen, Aktivitäten von einer Website mit einer anderen zu verknüpfen.
Du kannst Drittanbieter-Cookies blockieren(neues Fenster) unter: Datenschutz und Sicherheit > Drittanbieter-Cookies.

Chrome bietet auch eine Do Not Track-Anforderung, obwohl Websites diese nicht immer berücksichtigen.

Für ein zusätzliches Maß an Privatsphäre kannst du Chrome so einstellen, dass Cookies gelöscht werden, sobald du den Browser schließt. Der Nachteil ist, dass du dich bei einigen Websites häufiger neu anmelden musst.
Chrome bietet mehrere Möglichkeiten, den Umfang der erfassten Informationen zu verringern, und das Anpassen einiger Einstellungen kann einen spürbaren Unterschied machen. Wenn du jedoch verhindern möchtest, dass Google überhaupt Daten über den Browser erfasst, ist Chrome möglicherweise nicht das richtige Werkzeug für dich.
Ein anderer Browser kann dir mehr Kontrolle darüber geben, wie deine Browserdaten verarbeitet werden. Für Chrome-Nutzer, die den Browser weiter verwenden möchten, ist die Überprüfung dieser Einstellungen jedoch ein praktischer Ausgangspunkt.





